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Man könnte sich ärgern...

yocampbell18
15. Sept.
1 Min. Lesezeit

Heute morgen um halb sechs wurde ich von lebhaftem Stimmengewirr unbekannter Sprache aufgeweckt. Es war noch dunkel und mein Bewusstsein nicht bereit, den Tag zu begrüßen. Die Stimmen vor unserem geöffneten Schlafzimmerfenster ließen ihm jedoch keine Wahl. Kontinuierlich ergoß sich der Redefluss in mein unwilliges Ohr. Warum konnten sie nicht einfach in ein Auto steigen und zur Arbeit fahren, wie unser Nachbar, der schon eine Stunde früher mit lautem Türknallen verkündigt hatte, dass für ihn der Arbeitstag begonnen hatte? Leichter Ärger begann in mir, immer noch schlaftrunken, zu simmern. Harald, etwas munterer als ich, spähte aus dem Fenster. Dann sagte er „Der Versuch von 3 Männern zwei Kaninchen in ein Auto zu bekommen“. Das wollte ich auch sehen. Die Szenerie war filmreif. Durch die weit geöffnete Autotür sah ich einen enormen Käfig mit einem Riesenkaninchen auf dem Rücksitz, während die Männer versuchten, einen zweiten Käfig in den Kofferraum zu bekommen. Auf der Straße mehrere Gegenstände, darunter ein Kinderfahrrad. Ich kroch wieder unter die Bettdecke. Der Schlaf war geflohen, einem inneren Lachen gewichen. Und diese Heiterkeit begleitet mich immer noch. Wie anders sähe mein Tag aus, hätte ich dem Ärger Raum gegeben? Mein Dank gilt drei Unbekannten, zwei Kaninchen und Harald, der die Kunst der Sprache beherrscht und mich immer wieder zum Lachen bringt.



 
 
 

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