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Frieden als Ziel?

yocampbell18
5. Okt.
2 Min. Lesezeit

Neulich war ich auf einer Friedensveranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde Kleve. Thema „Erzähl mir vom Frieden“. Geladene Gäste mit eigenem Beitrag, eine Gruppe der Studierenden der Hochschule Rhein-Waal.

Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass es nicht so einfach ist mit dem Frieden. Kann man für Frieden sein und sich gleichzeitig gegen eine, in der Friedensgemeinschaft nicht akzeptierte, politische Gruppierung aussprechen und dies mittels Banner auch verdeutlichen? Kleine Irritation am Anfang. Für mich der Impuls, zu fragen, was ist Frieden überhaupt? Gewaltlosigkeit, klar, aber darüber hinaus? Und wo fängt Frieden eigentlich an? Ist Frieden ein Mittel zum Zweck oder vielleicht nur ein Abschnitt auf der Wegstrecke zu einem anderen Ziel? Der Liebe? Und warum ist uns der Frieden so lieb, so teuer? Wir alle möchten in Ruhe leben, in Sicherheit, ohne Bedrohung von Leib, Seele, Familie und Gut. Aber was ist, wenn nun jemand andere Werte hat? Oder gar kein „Gut“ aber auch davon haben möchte? Oder wenn jemand überhaupt keine dieser Werte in seinem Bewusstsein hat, sondern von der Qualität des Habens getrieben wird? Was können wir dem dann friedlich entgegensetzen? Greifen wir da nicht vielleicht zu Maßnahmen, die alles andere als friedlich sind und uns teuer zu stehen kommen? Ist es noch friedlich zu nennen, wenn ein Land Waffen produziert? Diese an „unfriedliche“ Staaten verkauft? Narrative verbreitet, dass eben genau dies dem Frieden dient? Wir hören von dem brennenden Problem einer Gruppe der Studierenden der Hochschule, die sich dagegen wehrt, dass die Zivilklausel an ihrer internationalen Bildungsstätte hinterrücks per Gesetz ausgehebelt wird und ihre Wirksamkeit verliert. Dass eine alteingesessene Rüstungsindustrie, Rheinmetall, die schon im zweiten Weltkrieg als finanzieller Gewinner internationalen Leides hervorgegangen ist, die Hochschule beauftragen möchte, die Wirksamkeit von Militärmaterial zu erforschen oder hochwirksame K****maschinerie zu entwickeln.


Ich bin ehrlich, als ich das und weiteres hörte, regten sich in mir durchaus unfriedliche Gefühle. Was also tun? Muss „Frieden“ so teuer sein, dass dadurch letztendlich Gelder für Kinder-und Jugendarbeit gestrichen werden? Therapien und medizinische Leistungen gekürzt werden? Renten, Bürgergeld, Wohngeld, Elterngeld, Entwicklungshilfe und und und? Wen kann man zur Verantwortung rufen? Es können doch nicht immer „die anderen“ sein, die ohne Rücksicht und Voraussicht die Katastrophen einleiten. Ich habe keine Lösung, aber ich weiß, was ich nicht will: dass die schwächeren Mitglieder unserer Erdengemeinschaft, allen voran die Kinder, darunter leiden, dass es den führenden Politikern an Weitsicht, Empathie und Liebe fehlt und wir das gedanklich und in unserem Tun akzeptieren. Und das gibt mir ein erstes Ziel, Licht und Liebe energetisch in die Welt fließen zu lassen. Jeden einzelnen Tag und mich darin zu üben, was Jesus von uns fordert: Liebet einander!


 
 
 

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